Mehr Energieeffizienz durch Green-IT
Die Nachfrage nach energiesparenden Produkten in den Bereichen Hardware, Netzwerke und Rechenzentren ist in der jüngsten Vergangenheit stark angestiegen. Diesem Trend tragen die Hersteller von Hardware und Computersystemen Rechnung und bieten immer mehr Produktvarianten mit dem grünen Gütesiegel an.
Green IT steht für das Bestreben, Informationstechnologien umwelt- und ressourcenschonend zu entwickeln und zu gestalten. Häufig werden in diesem Zusammenhang auch die Begriffe „Grüne IT“ , „Green Computing“ und ähnliche verwendet.
Gute Gründe sich als Unternehmen eingehend mit der Thematik Green IT und Energieeffizienz zu beschäftigen sind neben neuen gesetzlichen Vorgaben, stetig steigende Kosten im IT-Bereich sowie steigende Umwelt- und Klimabelastungen durch CO2-Emmissionen. Laut einer Studie des Borderstep Institutes im Auftrag des Bundesverbandes Informationstechnologie, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) benötigten Server und Rechenzentren in Deutschland bereits im Jahre 2008 10,1 TWh Strom und verursachen dabei Kosten in Höhe von rund 1,1 Mrd. Euro [1]. Der Stromverbrauch von Servern und Rechenzentren in Deutschland entsprach laut dieser Studie somit 2008 der Jahresstromproduktion von vier mittelgroßen Kohlekraftwerken. Laut Berechnungen des IT-Markforschungsinstiutes Gartner verursacht die gewerbliche IT rund zwei Prozent der weltweiten CO2-Emmissionen und liegt somit auf gleicher Höhe mit dem gesamten Flugverkehr [2].
Neben steigenden Kosten für Energie und Stromverbrauch steigen gleichzeitig die benötigten IT Kapazitäten an und unterliegen damit einem doppelten Kostendruck, da bislang eine höhere Wirtschaftsleistung automatisch zu höherem Energieverbrauch führt. Es zeigt sich jedoch, dass innovative Technologien besonders große Leistungen bei Energieeffizienz und Klimaschutz bieten. Bei der Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Energieverbrauch kommt der Green IT eine besondere Rolle zu. Mit Green IT, also durch den Einsatz umweltfreundlicher und ökologischer IT-Produkte und Anwendungen, ist es möglich, den Energie- und Materialverbrauch in anderen Wirtschaftsbereichen zu senken.
Einsparpotentiale zur Steigerung der Energieeffizienz in der IT ist für Unternehmen bereits durch verhältnismäßig einfache Maßnahmen möglich, sei es durch Überprüfung der Einstellungen der Energieoptionen in der Systemsteuerung über den Austausch alter Geräte bis hin zur Zusammenlegung vieler Einzelgeräte durch den Einsatz von neuen energieeffizienten Multifunktionsgeräten. Hierdurch wird neben der Energieeffizienz auch noch die Materialeffizienz durch den sparsameren Einsatz von Ressourcen erhöht.
In größeren Rechenzentren ist das Einsparpotenzial noch höher und die Ansatzpunkte vielfältiger. Durch Virtualisierungslösungen und -konzepte kann beispielsweise der Stromverbrauch von Servern erheblich gesenkt werden, gleichzeitig können Kosten durch die Bündelung viele Einzelserver auf einem virtuellem Serversystem unter Einsatz von Virtualisierungssoftware gesenkt und die Auslastung erhöht werden. Die Anordnung der Serverschränke kann unter anderem deutliche Stromeinsparungen bei der Klimatisierung bewirken, indem die warme Abluft der Geräte nicht unmittelbar neben dem Kaltluftzustrom abgesaugt wird. Darüber hinaus bietet der Einsatz von Prozessoren mit mehreren Kernen erhebliches Potenzial beim Energiesparen gegenüber herkömmlichen Prozessoren.
Diese und viele weitere Maßnahmen führen letztendlich aber nur dann zum Erfolg, wenn ein Bewusstseinswandel bei Anwendern und Nutzern gefördert wird. Denn selbst die ökologischsten Produkte können ohne eine bewusste und verantwortungsvolle Anwendung nur wenig ausrichten. Hier sind die IT-Entscheider beziehungsweise das IT-Management gefragt.
Und natürlich muss sich der Einsatz umweltfreundlicher IT-Produkte auch finanziell rechnen, da Anwender in der Regel nur selten höhere Kosten in Kauf nehmen, allein um sich ökologisch korrekt zu verhalten und die Umwelt zu schonen. Die Chancen für den Einsatz von Green IT unter betriebwirtschaftlichen und kostenrechnerischen Gesichtspunkten stehen hier nicht schlecht. Bei richtigem Ansatz lassen sich laut Analyse von BITKOM e.V. die Kosten für den Aufbau eines innovativen grünen IT-Betriebs innerhalb von zwei Jahren durch Energieeinsparungen amortisieren [3].
Ob durch stromsparende Konzepte und Komponenten zur Steigerung der Energieeffizient oder durch den Einsatz nachhaltiger und recycelbarer Materialien – Beim Erwerb von Produkten, die mit dem Green IT-Siegel ausgezeichnet sind, leisten Sie beim Hardware-Kauf einen entscheidenden Beitrag zum Umweltschutz und sparen gleichzeitig Kosten durch niedrigeren Energieverbrauch.
Möchten auch Sie Green IT-Produkte in Ihrem Unternehmen und Rechenzentrum einsetzen? Dann sprechen Sie uns an. Wir bieten Ihnen umfangreiche Hardware- und Netzwerklösungen aus dem Hause Fujitsu Technology, HP, IBM, 3COM, APC, AVM und vielen mehr.
[1] http://www.bitkom.org/files/documents/energieeinsparpotenziale_von_rechenzentren_in_deutschland(1).pdf
[2] http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=503867
[3] http://www.bitkom.org/files/documents/Green_IT-Guide_Beitrag_BITKOM.pdf

















